Audiobyte SuperHUB mk2
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- Artikel-Nr.: 25747
Der Audiobyte SuperHUB ist ein Netzwerk-Streamer und digitaler Knotenpunkt, der verschiedene digitale Quellen in einem Gerät zusammenführt. Er bereitet die eingehenden Signale im digitalen Bereich auf – unter anderem durch Reclocking und Upsampling beziehungsweise Formatwandlung – und gibt sie anschließend an einen externen D/A-Wandler weiter. Als Ausgänge stehen dafür ein natives I2S-Interface über HDMI, ein koaxialer S/PDIF-Ausgang und ein USB-Ausgang zur Verfügung.
FPGA-Audioengine statt Computer
Viele Hörer setzen einen leistungsfähigen Computer ein, um PCM-Material in hochratiges DSD umzurechnen. Solche Rechner sind jedoch groß, verbrauchen viel Energie und bringen häufig Störungen in die Anlage ein. Der SuperHUB übernimmt diese Aufgabe mit einer eigenen, sparsamen FPGA-Audioengine auf Basis eines AMD-ZYNQ-7000-SoC, in dem Hardware- und Softwarefunktionen in einem Chip zusammengefasst sind. Ein zusätzlicher Rechner in der Kette entfällt damit.
Eigene Hardwareplattform
Anders als Geräte auf Basis von Raspberry Pi oder fertigen Modulen ist der SuperHUB von Grund auf auf einer eigenen Audiobyte-Plattform aufgebaut. Das Mainboard ist eine Neuentwicklung mit einer zehnlagigen Platine, die eine optimierte Signalführung erlaubt. Zusammen mit dem linearen Netzteil und einer hochwertigen programmierbaren Clock bildet es die Grundlage für den Betrieb. Die Steuerung übernimmt ein schlankes, speziell angepasstes Linux-System.
Jitterreduktion über digitale PLL
Für alle Eingänge, besonders für klassische Digitalschnittstellen wie S/PDIF und AES/EBU, arbeitet der SuperHUB mit einer eigenen Jitterunterdrückung. Sie beruht auf digitalen Phasenregelschleifen (PLL) und Pufferstufen und erreicht eine Reduktion des eingehenden Jitters um bis zu 60 dB.
Gehäuse
Das Chassis wird aus einem massiven Aluminiumblock gefräst. Das ergibt eine stabile Konstruktion mit guter Wärmeableitung und geringer Schwingungsneigung, bei wenigen Fugen und Übergängen. Vor dem Eloxieren wird die Oberfläche sandgestrahlt, was zu einer glatten, matten Optik führt. Der SuperHUB ist in Silber und Schwarz erhältlich.
Digitale Signalverarbeitung: Upsampling und Formatwandlung
Je nach eingehendem Signal lässt sich in Echtzeit zwischen PCM und DSD wandeln oder die Abtastrate erhöhen. Für den I2S-Ausgang stehen bei PCM-Zuspielung die Optionen Native, 352/384 kHz, 705/768 kHz, DSD256 und DSD512 zur Verfügung, bei DSD-Zuspielung Native, DSD256, DSD512, 352/384 kHz und 705/768 kHz.
Die Wandlung von PCM nach DSD führt zu einer Signalform mit deutlich höherer Abtastrate, bei der das Quantisierungsrauschen über einen breiteren Frequenzbereich weit oberhalb des Hörbereichs verteilt wird. Für Anlagen, die auf DSD-Wiedergabe ausgelegt sind, lässt sich so das Potenzial des angeschlossenen Wandlers ausschöpfen. Umgekehrt sorgt die Wandlung von DSD nach PCM für Kompatibilität mit Wandlern, die kein DSD verarbeiten, und für ein vorhersehbares Wiedergabeverhalten.
Wählbarer Phasengang
Drei Filtercharakteristiken stehen zur Auswahl. Linear verteilt das Filternachschwingen gleichmäßig vor und nach dem Impuls, erhält die Phasenlage über den gesamten Frequenzbereich und eignet sich für analytisches Hören, etwa bei Klassik und Jazz. Hybrid liegt zwischen linearer und minimaler Phase: Die zeitliche Genauigkeit bleibt weitgehend erhalten, das Vorschwingen wird reduziert. Minimum vermeidet Vorschwingen vollständig und ergibt einen wärmeren Charakter auf Kosten der Phasengenauigkeit, etwa für Rock, Pop und elektronische Musik. Welche Einstellung passt, hängt von Material, Anlage und persönlichem Geschmack ab.
I2S-Ausgang mit konfigurierbarer Pinbelegung
Der I2S-Ausgang nutzt eine HDMI-Buchse und überträgt das Signal im LVDS-Format. Er ist nicht für gewöhnliche HDMI-Geräte wie Fernseher oder AV-Receiver gedacht, sondern für Wandler mit I2S-Eingang. Da die Belegung herstellerübergreifend nicht einheitlich ist, lässt sich die Standardbelegung bei Bedarf anpassen: Bitclock invertieren, Left/Right-Clock invertieren, serielle Daten invertieren und DSD-Kanäle tauschen. So lassen sich Synchronisationsprobleme, vertauschte Kanäle oder verzerrte Wiedergabe an bestimmten Wandlern beheben. Änderungen an der Portkonfiguration können einen Neustart des Geräts erfordern.
S/PDIF-Einstellungen
Für den koaxialen S/PDIF-Ausgang lässt sich die maximale PCM-Abtastrate auf 176/192 kHz oder 352/384 kHz begrenzen – passend zu dem, was der angeschlossene Wandler verarbeiten kann. Zusätzlich kann DSD over PCM (DoP) auf DSD64 oder DSD128 gestellt oder abgeschaltet werden.
Netzwerkdienste
Der SuperHUB unterstützt eine Reihe von Netzwerkdiensten: Roon Bridge als Endpunkt für eine Roon-Installation (ein Roon Core im selben Netzwerk ist erforderlich), Qobuz Connect mit direkter Übertragung von den Qobuz-Servern an den Streamer, AirPlay für Apple-Geräte, Spotify, Squeezelite als Endpunkt für LMS mit gapless-fähiger Wiedergabe, HQPlayer NAA für den Betrieb mit der HQPlayer-Software sowie UPnP und OpenHome. OpenHome erweitert UPnP unter anderem um Playlists und eine genauere Wiedergabesteuerung. Tidal lässt sich derzeit über UPnP oder Roon nutzen; Tidal Connect und Internetradio sind angekündigt. Die Dienste laufen unabhängig vom gewählten Eingang im Hintergrund, nutzbar sind sie jedoch nur mit LAN-Eingang. Für Streaming in hoher Auflösung empfiehlt der Hersteller die kabelgebundene Netzwerkverbindung.
Bedienung
Die Front kommt ohne mechanische Tasten aus. Bedient wird das Gerät über einen 3 Zoll großen IPS-Touchscreen oder über die Apps für Android und iOS. Der Startbildschirm zeigt den aktiven Eingang, das anliegende Eingangssignal mit Format und Abtastrate, den aktiven Netzwerkdienst sowie das Ausgangssignal nach der digitalen Verarbeitung. Die Apps bieten denselben Funktionsumfang, einschließlich Abschalten des Geräts. Sie finden den SuperHUB automatisch im Netzwerk; alternativ lassen sich IP-Adresse oder Hostname manuell eingeben. Steuergerät und Streamer müssen sich dafür im selben Netzwerk befinden. Firmware- und Softwareupdates lassen sich direkt am Gerät im Menü „About Device“ prüfen und installieren; dafür wird ein Internetzugang benötigt.
Betriebsspannung
Das Gerät wird für 110 V oder 230 V konfiguriert ausgeliefert. Eine Umstellung ist über den Schalter an der Geräteunterseite und den Tausch der passenden Sicherung möglich. Ein Netzkabel liegt bewusst nicht bei, da die meisten Anwender ein eigenes Kabel verwenden.
Technische Daten
Allgemein
- Produkt: Audiobyte SuperHUB, nativer I2S-Streamer und digitaler Hub
- FPGA: AMD ZYNQ 7000 SoC
- Display: 3,0 Zoll IPS-Touchscreen, 24 Bit Farbe
- Auflösung: 640 x 360 Pixel
- Netzteil: linear
- Betriebssystem: angepasstes Linux-System
- Garantie: 3 Jahre (gemäß Herstellerbedingungen)
Gehäuse und Abmessungen
- Material: Aluminiumlegierung, aus dem Vollen gefräst
- Oberfläche: sandgestrahlt und eloxiert
- Farben: Silber matt / Schwarz
- Abmessungen (B x T x H): 290 x 300 x 62 mm
- Gewicht: 6 kg
Digitale Eingänge
- S/PDIF koaxial (Cinch): bis PCM 384 kHz, DSD128
- AES/EBU (XLR): bis PCM 384 kHz, DSD128
- S/PDIF optisch (Toslink): garantiert bis PCM 96 kHz; abhängig von der Sender-/Empfänger-Hardware sind höhere Raten möglich (Herstellerdatenblatt: bis PCM 192 kHz, DSD64)
- USB Typ B: bis PCM 384 kHz, DSD512
- Netzwerk (LAN)
Digitale Ausgänge
- I2S über HDMI (LVDS): 44,1–384 kHz PCM, DSD64–DSD512
- S/PDIF koaxial (Cinch): 44,1–384 kHz PCM, DSD64–DSD128
- USB Typ A: bis PCM 384 kHz, DSD512 (nativ, ohne digitale Signalverarbeitung)
- Hinweis: Der USB-DAC-Ausgang steht nur bei LAN als Eingang zur Verfügung
Digitale Signalverarbeitung
- Hardwarebasiert, proprietäre Audiobyte-Engine
- PCM zu DSD, DSD zu PCM, Upsampling, Reclocking
- Jitterreduktion: bis zu −60 dB über digitale PLL und Pufferstufen
- Phasengang wählbar: Linear, Hybrid, Minimum
- I2S-Upsampling PCM: Native, 352/384 kHz, 705/768 kHz, DSD256, DSD512
- I2S-Upsampling DSD: Native, DSD256, DSD512, 352/384 kHz, 705/768 kHz
- S/PDIF PCM-Limit: 176/192 kHz oder 352/384 kHz
- S/PDIF DoP: DSD64, DSD128 oder deaktiviert
Netzwerk und Streaming
- Ethernet: RJ-45, 10/100/1000 Mbit/s
- Netzwerkprotokolle: NFS, SMB v1/v2/v3, UPnP
- Dienste: Roon Bridge, Qobuz Connect, AirPlay, Spotify, Squeezelite, HQPlayer NAA, UPnP, OpenHome
- Geplant: Tidal Connect, Internetradio
- AirPlay-Passwort: audiobyte
- Hinweis: Netzwerkdienste sind nur mit LAN-Eingang nutzbar; für einige Dienste ist ein kostenpflichtiges Abonnement erforderlich
Bedienung und Steuerung
- 3-Zoll-IPS-Touchscreen an der Gerätefront, keine mechanischen Tasten
- Steuerungs-Apps für Android und iOS
- Automatische Geräteerkennung im Netzwerk oder manuelle Eingabe von IP-Adresse bzw. Hostname
- Firmware- und Softwareupdate über das Gerätemenü (Internetzugang erforderlich)
Stromversorgung
- Netzspannung: 110 V oder 230 V AC, per Schalter an der Unterseite umschaltbar
- Leistungsaufnahme: 20 W
- Netzanschluss: IEC C13
- Sicherung: 5 x 20 mm, flink, Keramik – 1,25 A/250 V AC bei 230 V Netz, 2,50 A/250 V AC bei 110 V Netz
- Bei Seriennummern beginnend mit „10“ sitzt die Sicherung auf der Netzteilplatine, bei Seriennummern beginnend mit „14“ im IEC-Netzanschluss
Lieferumfang
- Audiobyte SuperHUB
- Schutzhülle aus schwarzem Samt
- Bedienungsanleitung
- Hinweis: Ein Netzkabel ist nicht im Lieferumfang enthalten
Passendes Zubehör aus der Serie
- SuperVOX: D/A-Wandler mit Multi-Bit-DSD-Design auf FPGA-Basis
- SuperHEAD: Kopfhörerverstärker
- SuperRACK: Rack aus Holz und Metall für SuperHUB, SuperVOX und SuperHEAD
Angaben zur Produktsicherheit
Hersteller: AUDIOBYTE S.R.L., Str. Gheorghe Doja, Nr. 197, 720147, Suceava, Suceava Region, Rumänien, www.audiobyte.net, contact@audiobyte.net
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